Als eine weitere therapeutische Option, die wir i. S. eines ganzheitlichen Ansatzes mit anderen hiesigen Therapieangeboten kombinieren, sehen wir die Bewegungstherapie.
Zur Startseite der Wicker-Gruppe


Bewegungstherapie

Als eine weitere therapeutische Option, die wir i. S. eines ganzheitlichen Ansatzes mit anderen hiesigen Therapieangeboten kombinieren, sehen wir die Bewegungstherapie.

Da wir davon ausgehen, dass die körperliche Befindlichkeit Auswirkungen auf das seelische Befinden hat - und umgekehrt, ist uns ein körpertherapeutisches Behandlungsangebot sehr wichtig. Als übergeordnete Ziele verfolgen wir dabei einen selbstfürsorglicheren Umgang mit dem eigenen Körper und eine Verbesserung des psychophysischen Wohlbefindens.

Räumliche Voraussetzungen:

Geeignete Räumlichkeiten für Einzel- und Gruppensitzungen mit entsprechender Ausstattung, z. B. durch Liegematten, Decken, Kissen und Übungsmaterialien, sind vorhanden.

Spezifische Therapieangebote:

Einzelbewegungstherapie

    Zielgruppe:

    Pat. mit Defiziten in der Körperwahrnehmung, Unsicherheiten im psychomotorischen Ausdrucksverhalten, Ängsten vor körperlicher Nähe, spezifischer Körpersymptomatik.

    Methode:

    Körperzentriertes, indikationsspezifisches Vorgehen (in Anlehnung an Eutonie G. Alexander, Atemtherapie I. Middendorf, Bewegungslehre D. Jacobs).

    Inhalte:

    Abklärung der psychophysischen Befindlichkeit des Patienten zur Beginn jeder Therapiesitzung.
    Besprechung des individuellen, körperorientierten Behandlungsplanes in Abstimmung mit dem Patienten.
    Durchführung indikationsspezifischer Körperübungen aus den o. g. Bereichen.
    Verbaler Erfahrungsaustausch über den Übungsverlauf.
    Evtl. Verabreden von "Hausaufgaben".

    Ziele:

    Evtl. Aneignung (indikationsabhängig) eines individuellen Übungsprogramms zur Selbsthilfe.
    Verbesserung der individuellen Symptomatik.
    Verbesserung des Körperselbstbewusstseins.
    Übernahme von Selbstverantwortung im Umgang mit dem eigenen Körper.
    Erkennen von Bewegungsgrenzen/ -möglichkeiten.
    Differenzierung der Körperwahrnehmung.
    Anregung zur Fortführung der Bewegungstherapie im ambulanten Setting nach
    Beendigung des Heilverfahrens.

Bewegungstherapiegruppe in Verbindung mit der verhaltenstherapeutisch orientierten Depressionsbewältigungsgruppe:

    Zielgruppe:

    Pat. mit depressiven Störungen, Trauerreaktionen

    Methode:

    Körperzentriertes Vorgehen, orientiert an erlebnisfördernden und übenden Verfahren aus Bereichen der Körperselbsterfahrung (angelehnt an Eutonie G. Alexander; Atemtherapie I. Middendorf, Gesundheits- und Bewegungspädagogik D. Jacobs).

    Inhalte:

    Körperzentriertes Auseinandersetzen mit spielerischen, improvisatorischen, funktionellen, Eigen- und Fremdwahrnehmung fördernden Bewegungsangeboten zu folgenden Themen (teils vorgegeben, teils ausgehend von der akt. Gruppenzusammensetzung und Anliegen der Patienten): Körperbild, Körpersprache, Beziehung/Kontakt - Partner, Gruppe, Materialien -, Körperwahrnehmung.
    Austausch der Erfahrungen mit "IN-BEZIEHUNG-SETZEN" bisheriger Erfahrung und Integration der neuen Erlebnisse.

    Ziele:

    Verbesserung der Körperwahrnehmung und Verbalisierung der damit verbundenen Gefühle und Phantasien.
    Förderung von Selbst- und Fremdwahrnehmung
    Stärkung von Körperbewusstsein
    Übernahme von Selbstverantwortung im Umgang mit dem eigenen Körper
    Erkennen von Bewegungs-/Selbstgrenzen, -möglichkeiten.

Eutoniegruppe

    Zielgruppe:

    Pat. mit Defiziten der Körperwahrnehmung, mit Muskelverspannungen, funktionellen Störungen, mit Schmerzsyndromen, Unsicherheiten im psychomotorischen Ausdrucksverhalten, Pat. mit psychosomatischen Störungen des Bewegungsapparates mit deutlich psychischem Störungsanteil und relativ leichten Organschädigungen.

    Methode:

    Körperzentriertes/-sensibilisierendes und tonusregulierendes Verfahren in Anlehnung an Eutonie G. Alexander (Eutonie = gute Spannung)

    Inhalte:

    Erlernen von Körperwahrnehmungsübungen unter verbaler Anleitung (einfache Formulierung) in geborgenheitsvermittelnder Atmosphäre. Erforschen körpereigener Strukturen wie Haut, Knochen, ihre gelenkigen Verbindungen und Gewebe durch Bewegungsaufgaben. Arbeit mit Materialien (z. B. Kirschkernsäckchen, Kastanienketten, Bambusstäbe, Deckenrolle, etc.) in konzentrativer Hinwendung der Aufmerksamkeit zum Körpergeschehen.
    Schwerpunkte: Körperwahrnehmung, Körperbild, Entspannung, Haltungsaufbau, ökonomisches Bewegungsverhalten (Transportübungen), körperlicher Ausdruck von Konflikten (psychophysische Zusammenhänge), verbaler Austausch, Vermittlung von Basisinformationen über Eutonie.

    Ziele:

    Differenzierung der Körperwahrnehmung, Körperbewusstseinsschulung, Stärkung von Körperselbstbewusstsein. Übernahme von Selbstverantwortung im Umgang mit dem eigenen Körper. Erkennen von Bewegungsgrenzen/-möglichkeiten. Tonusregulation - Harmonisierung von Über- und Unterspannung im Körper. Anregung zur Fortführung der Eutonie oder ähnlicher körperzentrierter Verfahren (z.B. Feldenkrais) nach Beendigung des Heilverfahrens.






© 1997- Wicker-Gruppe | Seite empfehlen | Seitenübersicht | Artikelübersicht | Suche | Aktualisiert am 18.08.2008