IPUS - Institut für Prävention und Sportmedizin Bad Wildungen
Druckversion vom 18.08.2008
URL: http://www.ipus.klinik-am-homberg.de/Praeventionsmassnahmen.html
(Präventions- und gesundheitssportlicher
Untersuchungsgang)
Präventionsprinzip:
Über einen gesundheitssportlichen Untersuchungsgang mit Erfassung der
anthropometrischen Merkmale (Körpergröße, Körpergewicht, BMI) und der Ermittlung
der Körperbauanalyse (fettfreie Masse, aktive Körperzellmasse, Zellanteil, Body
Cell Mass Index, Fettmasse, intra- und extracellulärer Flüssigkeitshaushalt)
kann der Ruheumsatz in Kilokalorien bestimmt werden.
Die
Lungenfunktionsprüfung dient zur Ermittlung der Fluss-Volumenkurve und des
Ausschlusses einer obstruktiven bzw. restriktiven Lungenerkrankung.
Im
Nachgang zum Ruhe-EKG erfolgt eine allgemeinmedizinisch-internistische sowie
eine orientierende orthopädisch-neurologisch ausgerichtete
Ganzkörperuntersuchung. Darüber wird eine vorbehaltliche Sporttauglichkeit
ermittelt.
Diese wird dann in der Belastungssituation alternativ auf dem
Laufband-, dem Fahrrad- oder am Handkurbelergometer mit Ableitung der
Herzstromkurve (Belastungs-EKG), der Laktat-Leistungskurve als Indikator für den
Muskelstoffwechsel sowie der Spiroergometrie (Atemgasanalyse mit indirekter
Kaloriemetrie) verifiziert.
Durch die gesundheitssportliche
Belastungsuntersuchung kann neben der Funktionsüberprüfung des
Herz-Kreislaufsystems der Muskelstoffwechsel und die Atmung bis zum
individuellen Belastungsabbruch überprüft und begutachtet werden. Die gewonnenen
Daten liefern direkte Informationen zur körperlichen Leistungsfähigkeit und zur
Abschätzung eines kardiovaskulären Risikos sowie zum Kalorienbedarf bzw.
-verbrauch bei körperlicher Aktivität. Dabei kann der Kalorienbedarf dezidiert
in eine Fett- und eine Kohlenhydratverbrennung differenziert werden. Durch die
Ermittlung des Ruhegrundumsatzes und die Bestimmung des Kalorienbedarfs unter
körperlicher Aktivität kann für den Versicherten eine langfristige
Lebensstiländerung möglich gemacht werden.
Die Ergebnisse werden in
einem ärztlichen Befundbericht verschriftet. Auf der Basis der evidence based
medicine Daten werden exakt festgelegte Herzfrequenzkorridore vorgegeben, in
denen für die Versicherten eine gesundheitssportliche Betätigung sinnvoll und
empfehlenswert ist. Über die Herzfrequenz steht ein probates Mittel zur
Steuerung der Belastungsintensität zur Verfügung. Somit besitzt dieser
Untersuchungsgang hohen Brauchwert für die gesundheitssportliche Praxis, da die
Ergebnisse unmittelbar transparent und für den Gesundheitssportler
nachvollziehbar sind. Damit kann die Compliance der Versicherten erhöht und die
Lebensstiländerung wahrscheinlicher gemacht werden.
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Aktualisiert am 18.08.2008